Giethoorn

 

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Giethoorn wird auch Venedig des Nordens genannt, denn auch hier spielt sich beinahe alles auf dem Wasser ab. Die für die Lagunenstadt typischen Gondeln gibt es zwar nicht, jedoch jede Menge Rundfahrtboote. Etwa 100 Einheiten soll es im Dorf geben. Beinahe jeder Gastronomiebetrieb ist zugleich noch Passagier-Reederei. Hinzu kommen 800 Flüsterboote mit Elektromotoren die für wenig Geld gemietet werden können. Mit diesen umweltfreundlichen Wasserfahrzeugen lässt sich das weitverzweigte Kanalnetz besonders gut erkunden. Viele Wasserwege sind sehr schmal, weshalb Einbahn-Verkehr vorherrscht.

Giethoorn


Das Dorfzentrum ist überdies autofrei und schmale Stege verbinden die einzelnen Ortsteile. Von Frühjahr bis Herbst drängen und stoßen sich die Touristen durch das pittoreske Dorf, um in eines der zahlreichen Ausflugs-Lokale zu gelangen oder dem lebhaften Treiben auf dem Wasser zuzuschauen. Umzüge und Transporte erfolgen ebenfalls auf dem Wasserweg und auch die Feuerwehr benutzt die Kanäle um an einen möglichen Brandherd zu gelangen.
Mit einer Jacht kann man nicht in das Dorfzentrum hinein fahren, denn die Brücken sind zu niedrig und das Wasser zu untief. Außerdem würden noch mehr Boote ein unheilvolles Chaos anrichten.


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Von dem am Ortsrand gelegenen Jachthafen der Gemeinde - er bietet allen Komfort und ist sehr gepflegt - ist das Zentrum des Dorfes jedoch in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Die insgesamt etwa 50 Gast- und Verpflegungsstätten haben meist auch Terrassen am Wasser und sind überdies - mit Ausnahme eines landesweit bekannten Gourmet-Tempels - recht preisgünstig. Hier scheint die Konkurrenz noch zu spielen!

Giethoorn wurde 1290 gegründet. Damals fand man eine große Anzahl von Hörnern von wilden Ziegen, die vermutlich bei der großen Sturmflut von 1170 ums Leben kamen. Daher stammt der Name Giethoorn (Geißenhorn). Sehenswert sind auch die verschiedenen Museen, Galerien und Ausstellungen in Giethoorn.
Idyllisch ist überdies die so genannte Bovenwiede. Dieser untiefe Binnensee wird durch die Ausflugsboote in die einstündige Rundfahrt mit einbezogen und darf auch mit den Flüsterbooten befahren werden. Es lohnt sich auch dem winterlichen Giethoorn einen Besuch abzustatten. Der beinahe menschenleere Ort wirkt dann besonders verträumt und dämmert vor sich hin. Wenn jedoch die Kanäle zufrieren, ist es auch im Winter mit der Ruhe schnell einmal vorbei. Eisläufer aus dem ganzen Land nutzen dann die zugefrorenen Wasserwege. Fazit: Giethoorn hat in jeder Jahreszeit seinen Reiz und ist allemal ein lohnendes Ziel für einen Tagesausflug.

Weitläufige Nadelwälder, bunte Heidefelder, einsame Moorgebiete und beeindruckende Sandverwehungen machen die Naturlandschaft des Nationalparks Drents-Friese Woud in der Nähe des friesischen Appelscha aus. Das Informationszentrum befindet sich – ebenso wie ein Aussichtsturm - auf dem Bosberg, der höchsten Erhebung der Umgebung.